Herbst – die wohl farbenfrohste Zeit im Jahr


Herbstzeit ist KHerbstfarben3ürbiszeit. Von September bis November haben die Früchte Hochsaison. Bunt und leuchtend stehen sie auf den Feldern. Doch nicht nur der Kürbis macht den Herbst so bunt. Bäume, Sträucher, ganze Wälder sind in herbstlich warme Farben eingetaucht. Kinder gehen mit ihren bunt eingefärbten Laternen zum alljährlichen Laternenumzug. Familien, die an einem windigen Wochenende, ihre bunten Drachen gen Himmel steigen lassen. Solch ein Farbenreichtum schenkt uns nur der Herbst.

Goethes Farbenlehre

Auch Goethe erkannte zu seiner Zeit die Bedeutung von Licht und Farben und deren gegenseitiges Zusammenspiel. Sein Blickwinkel auf Farben fußte auf jahrelangenHerbstfarben Überlegungen und Versuchen und war auf den „lebendig empfindenden“ Menschen gerichtet. Insbesondere die Frage nach der sinnlich-sittlichen Wirkung – wie wirken Farben im Einzelnen auf unser Gemüt – trieb den naturverbundenen Wissenschaftler an. Seine Betrachtungen decken sich mit den Erkenntnissen von heute: die rotgelben Farbtöne wirken erheiternd, stimmen lebhaft und strebend. Demgegenüber bringen uns blauviolette Farben oft in eine andächtige und gedämpfte Stimmung. Das Auge nimmt das Licht auf und reagiert aktiv auf die Farben. Gleichzeitig werden Empfindungen in uns ausgelöst. Oder anders formuliert: Farben werden mit bestimmten Gefühlen in Verbindung gebracht.

„Farben sind das Lächeln der Natur […]“

Schrieb einst der englische Schriftsteller James Henry Leigh Hunt im 19. Jahrhundert und erkannte damit bereits die Wirkung von Farben.
Herbstfarben2Farben tragen maßgeblich zu unserem Wohlbefinden und unserer Lebensqualität bei. Doch wie genau beeinflussen sie unseren Alltag? Jede Farbe hat eine andere Wirkung auf unseren Körper und unsere Psyche. Während grün als Farbe der Natur, der Hoffnung und des Wachstums gilt und auf uns beruhigend und harmonisierend wirkt, gilt rot eher als dominant. Mit keiner anderen Farbe sind so viele Assoziationen verbunden als mit dieser Farbe. Sie gilt als Symbol der Liebe und Lust, steht aber auch für Blut und Schmerz. Blau dagegen wirkt belebend und kann zu einer Verringerung der Melatonin(Schlafhormon)-Ausschüttung führen. Dieser Effekt wird auch in den modernen Arbeitswissenschaften genutzt: „Kaltes“, also bläuliches Licht kann ermunternd wirken und wird daher gern für die Ausleuchtung von Büroräumen verwendet. „Warmes“ Licht (rötlich/gelblich) wirkt auf uns gemütlich und wohltuend und eignet sich deswegen eher für die Beleuchtung von Wohnräumen. Farbtherapien werden auch bereits als Behandlungsformen angeboten. Hierbei spielt die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und den menschlichen Organismus eine Rolle. Mögliche Therapien sind die Farbgestaltung des Raumes oder auch der Einsatz von farbigem Licht.

Noch ein paar Tipps, wie Sie gut über den Herbst kommen, haben wir hier: Kleine Tipps gegen den Herbstblues

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